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15. September 2018

Die Kneipp-Therapie

„Meister der Blutbewegung“

Zum Geburtstag…

Bereits zum 200. Mal hat sich am 17. Mai der Geburtstag von Pfarrer Sebastian Kneipp gejährt. (1821–1897). Bereits zu Lebzeiten verschriftlicht und heute so populär wie nie zuvor – wir sprechen vom Begründer der allseits bekannten Kneipp-Therapie.

Aufgewachsen in Ottobeuren, später in Bad Wörishofen (Kneippkurort) wohnhaft, durchlebt Sebastian Kneipp eine arbeitsreiche und harte Kindheit als Viehhirte sowie am Webstuhl seines Vaters. Bereits im frühen Erwachsenenalter erkrankt er selbst schwer an einer Lungentuberkulose, Ärzte erklären ihn daraufhin für unheilbar. Er beschäftigte sich deshalb ausgiebig mit der Heilung mittels Wasser und beginnt mit dem ganzjährlichen Baden in der Donau. Dies führte er in Kombination mit darauffolgender physischer Betätigung (kurze Sprints) durch, was entgegen aller Erwartungen seine Erkrankung zum Stillstand brachte.

Diese Erkenntnisse wurden von ärztlichen Mitarbeitern und Nachfolgern in seinem Sinne weiterentwickelt, sodass das „Kneippsche Naturheilverfahren“ heute eine moderne Behandlungsmethode ist, die dem Stand der aktuellen wissenschaftlichen Medizin weitgehend entspricht.

Die umfassende Naturheilbehandlung nach Kneipp setzt sich aus fünf Fundamenten zusammen, die auch als die „fünf Säulen“ bekannt sind:

  • Wasseranwendungen (Hydrotherapie)
  • Heilkräuter (Phytotherapie)
  • Bewegung
  • Gesunde Ernährung
  • Lebensordnung (Tagesrhythmus, An- und Entspannung, Work-Life-Balance etc.)

Hydrotherapie ist die Anwendung von Wasser zu Heilzwecken. Es gibt über 100 verschiedene Arten der Hydrotherapie, die in Teilkörper- und Ganzkörperanwendungen (Güsse, Bäder, Waschungen, Abklatschungen, Abreibungen etc.) unterteilt werden.

Dazu gehört unter anderem auch das Wassertreten im Storchengang, das wir unseren Gästen im Lanserhof Lans empfehlen. Essenziell ist dabei der Wechsel zwischen warmem und kaltem Wasser. Dabei werden die Beine zuerst für fünf Minuten in ein mit warmem Wasser gefülltes Becken gegeben, anschließend wird das Kaltwasserbecken im Storchenschritt durchlaufen. Dieser Vorgang wird zwei bis drei Mal wiederholt und im Kaltwasserbecken beendet.

Die Kneipp-Therapie umfasst zahlreiche Anwendungsgebiete, ihr Hauptgewicht liegt dabei jedoch vor allem in der Prävention.

Die bevorzugte Wirkung dieser Therapie ist auf die Beeinflussung der Blutzirkulation gerichtet. Kneipp wurde aus diesem Grunde auch als „Meister der Blutbewegung“ bezeichnet.

Bei regelmäßiger Anwendung zeigen sich häufig positive Auswirkungen auf den gesamten Körper, und zwar durch die Anregung des Kreislaufs. Durch die Wärmereize auf der Haut werden die Blutgefäße zuerst erweitert, bei anschließenden Kältereizen wieder verengt, wodurch ein Gefäßtraining stattfindet. Eine regelmäßige Anwendung führt zudem zu einer Stärkung des gesamten Immunsystems.

Bei Durchblutungsstörungen (stark ausgeprägten Varizen, Thrombosen, akuten Entzündungen etc.) wird von einer Kneipp-Therapie jedoch abgeraten.

Der Kneippbereich in der Bäderabteilung steht unseren Gästen täglich von 08:00 bis 16:00 Uhr zur Verfügung. Empfohlen wird die Durchführung der Kneipp-Therapie morgens.

„Alles was wir brauchen um gesund zu bleiben, hat uns die Natur reichlich geschenkt.“

(Sebastian Kneipp)