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Männergesundheit – Was bedeutet das eigentlich?

Männer vernachlässigen ihre Gesundheit aus verschiedenen Gründen. Immer noch ist im Kopf vieler Männer der Gedanke festgesetzt, dass Stärke und Unverletzlichkeit als männlich gelten, eine medizinische Vorsorge und der Arztbesuch werden daher als unnötig abgetan. Um ihrer Männerrolle gerecht zu werden, sehen sie ihren Körper als Mittel zum Zweck und nehmen öfter höhere Risiken auf sich. Psychische Erkrankungen treten bei Männern aber genauso oft auf wie bei Frauen. Jedoch bleiben diese oft unentdeckt. Auch ernste Erkrankungen werden dadurch oft erst in späteren Stadien erkannt. Außerdem haben Männer ein fünfmal höheres Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden als Frauen.

Die Gesundheit von Männern bezieht sich nicht nur auf urologische Angelegenheiten, sondern geht viel weiter. Sie umfasst auch andere medizinische Aspekte wie das Herz-Kreislaufsystem, Diabetes, Ernährungsmedizin und psychiatrische Erkrankungen. Zuletzt spielt die sozial-gesellschaftliche Komponente ebenfalls eine wichtige Rolle, indem betrachtet wird, wie Männer in der Gesellschaft wahrgenommen werden und welche Erwartungen an sie gestellt werden.

Auch heute gibt es oft noch die Tendenz, dass die Gesundheit für Männer eine untergeordnete Rolle im Leben spielt. Medizinische Vorsorge und Arztbesuche werden gerne als unmännlich angesehen und möglichst umgangen. Denn Männer neigen dazu, ihren Körper als Mittel zum Zweck zu sehen und gehen ein höheres Risiko ein, um ihrer Männlichkeitsrolle gerecht zu werden. Dies führt dazu, dass ernsthafte Erkrankungen oft erst in fortgeschrittenen Stadien erkannt werden. Weiterhin zeigen Männer häufiger gewalttätiges und selbstzerstörerisches Verhalten: Der Alkohol- und Drogenkonsum ist bei Männern verbreiteter als bei Frauen.

Ein Tabuthema ist das Sprechen über Schwächen, insbesondere im Zusammenhang mit Sexualität und erektilen Dysfunktionen. Auch psychische Erkrankungen wie Depressionen und soziale Erschöpfung werden tabuisiert, was besonders gefährlich ist, da Männer oft unter Depressionen leiden, die jedoch nicht diagnostiziert werden. Entweder suchen sie erst gar nicht ärztliche Hilfe auf, oder sie schieben andere Erkrankungen vor, die möglicherweise auf Depressionen zurückzuführen sind (zum Beispiel Burn-out).

Urologische Erkrankungen sind nur ein Teil des Ganzen

Urologische Erkrankungen wie erektile Dysfunktion, vorzeitige Ejakulation, Prostatakarzinom, benignes Prostatasyndrom oder Testosteronmangelsyndrom werden in Männerkreisen nicht besprochen. Doch es ist so wichtig, denn durch rechtzeitige Vorsorge können gesundheitliche Schäden vermieden werden. Besuchen Sie regelmäßig Ihren Hausarzt, um Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker und andere wichtige Parameter überprüfen zu lassen. Ab dem 45. Lebensjahr haben Männer Anspruch auf eine jährliche Vorsorgeuntersuchung durch die gesetzliche Krankenversicherung. Diese umfasst die gezielte Erhebung der Krankengeschichte, die Inspektion und Tastuntersuchung der äußeren Geschlechtsorgane sowie die Tastuntersuchung von Prostata und After sowie der regionalen Lymphknoten. Fachärzte empfehlen zusätzlich ein erweitertes Vorsorgeangebot. Unterschiedliche diagnostische Verfahren ermöglichen eine sicherere und schnellere Diagnose von Krebserkrankungen, insbesondere im Frühstadium.

Dr. Hanna Richter-Simonsen ist Fachärztin für Urologie und Männergesundheit am Lanserhof Sylt:

Wie schön, dass im November einmal wieder über das Thema Männergesundheit geredet wird. Macht mit bei der Movember-Bewegung, lasst euch einen Schnurrbart wachsen und sprecht über das Thema Männergesundheit mit allen, die euch darauf ansprechen oder mitmachen. So kommt auch der schüchternste von euch aus seiner Ecke und merkt, dass er nicht alleine ist. Wir wollen zum Beispiel über Prostatakrebs reden, der mit ca. 68.000 Neuerkrankungen im Jahr der häufigste Krebs des Mannes ist. Hier hat sich in der Therapie in den letzten Jahren unglaublich viel getan. Dennoch wollen wir den Prostatakrebs, vor allem auch bei jüngeren Männern, immer in einem frühen Stadium erwischen, da hier die Heilungschancen am höchsten sind. Sprechen wir aber doch auch mal über die erektile Dysfunktion. In 55% der Fälle liegt hier eine organische, also körperliche Ursache vor. Die erektile Dysfunktion stellt einen bedeutenden Einschnitt in die Lebensqualität dar, kann aber auch auf eine generelle Gefäßproblematik an ganz anderen Stellen des Körpers hinweisen und somit ein warnender Vorbote zum Beispiel für einen Herzinfarkt sein. Wir am Lanserhof betreten diese Wege ganzheitlich mit euch. Sei es mit ausführlichen Check-Up’s, Hormonbestimmungen und Hormoncoachings, der richtigen Ernährung und Bewegung und natürlich im Bereich von Mind und mental Health. Das Thema Männergesundheit geht uns alle an. Schließlich wollen wir, dass uns unsere Väter, Großväter, Brüder, Onkel und Söhne noch lange gesund und munter erhalten bleiben.