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MIT ERNÄHRUNG HEILEN: Tipps von Ernährungsmediziner Prof. Dr. Andreas Michalsen

Unsere Ernährung spielt eine entscheidende Rolle für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Es geht nicht nur darum, ungesunde Lebensmittel zu vermeiden, sondern auch darum, gezielt gesunde Nährstoffe aufzunehmen und den Körper gelegentlich mit Fastenphasen zu entlasten.

Professor Dr. Andreas Michalsen, einer der renommiertesten Experten auf dem Gebiet der Naturheilkunde und Ernährungsmedizin sowie wissenschaftlicher Berater der Lanserhof Kliniken, betont, dass Ernährung und Fasten wichtige Bausteine einer integrativen Medizin sind, um Krankheiten vorzubeugen und ein gesundes Leben zu fördern.

Veränderungen im Verständnis von gesunder Ernährung

In den letzten Jahrzehnten hat sich unser Verständnis von gesunder Ernährung massiv verändert. Früher war Mangel ein Problem, und die Menschen füllten diesen Mangel oft mit übermäßigem Essen, was zu Wohlstandsproblemen führte. Dies führte zu einem Wust von Diäten und einem kleinteiligen Blick auf Nahrung. Heute verstehen wir, dass Ernährung komplex ist und nicht einfach in „gut“ und „schlecht“ aufgeteilt werden kann. Die Bedeutung des Darmmikrobioms, der Darmbakterien, wurde erkannt, und wir verstehen, dass die Nahrung eine wichtige Rolle bei der Gesundheit unseres Körpers spielt.

Die planetare Diät und die Zusammenhänge mit Umwelt und Gesundheit

Ein wichtiger Fortschritt ist auch die Erkenntnis, dass unsere Ernährung Auswirkungen auf die Umwelt hat, einschließlich Treibhausgasemissionen und Biodiversität. Unsere Ernährungsgewohnheiten sind eng mit globalen Umweltproblemen verbunden. Wir müssen verstehen, dass das, was wir essen, Auswirkungen auf unseren Planeten – und damit langfristig auch auf unsere Gesundheit und unser Leben hat. Gesunde Ernährung ist also auch aktiver Umweltschutz.

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Fehler in der Ernährung vermeiden

Einer der häufigsten Fehler, die Menschen bei ihrer Ernährung machen, ist die mangelnde Zubereitung von Mahlzeiten zu Hause. Der vermehrte Konsum von Convenience Food und industriell verarbeiteten Lebensmitteln führt zu einer geringeren Aufnahme von naturbelassenen Nahrungsmitteln. Dies hat negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit.

Bedeutung von Vielfalt und Gewürzen

Eine ausgewogene Ernährung sollte vielfältig sein. Verschiedene Obst- und Gemüsesorten sowie Gewürze sollten regelmäßig in die Ernährung integriert werden. Gewürze sind besonders wertvoll, da sie hochkonzentrierte Schutzstoffe enthalten.

Protein und Mikronährstoffe

Protein sollte nicht überbewertet und übermäßig konsumiert werden, insbesondere im späteren Lebensalter. Die Forschung zeigt, dass übermäßiger Proteinkonsum im mittleren Lebensalter ab 40 Jahren zu vorzeitiger Alterung führen kann. Mikronährstoffe sind genauso wichtig wie Makronährstoffe, und es ist ratsam, vielfältige Nahrungsmittel zu sich zu nehmen.

Fleischkonsum reduzieren

Fleisch sollte wieder als Luxusgut betrachtet werden. Wir sind biologisch nicht darauf ausgerichtet, täglich große Mengen tierischer Proteine und Fette zu konsumieren. Eine Reduzierung des Fleischkonsums kann die Gesundheit fördern. Und schützt auch unsere Umwelt, da weniger Treibhausgase produziert werden.

Zucker und Süßstoffe

Zucker ist nicht per se böse, aber übermäßiger Konsum kann problematisch sein. Die Natur hat uns mit einem Verlangen nach Zucker ausgestattet, und gelegentlicher Genuss ist akzeptabel. Achten Sie jedoch darauf, wie und in welchen Mengen Sie Zucker zu sich nehmen. Süßstoffe sind keine ideale Alternative.

Ein gesundes Dessert

Süße Leckereien sollten als Dessert nach den Mahlzeiten genossen werden, anstatt als Snack. Dies hilft, das Süßbedürfnis zu befriedigen und den Insulinspiegel stabil zu halten. Eine ausgewogene Ernährung und Intervallfasten können dazu beitragen, die Gesundheit zu fördern.

Bio-Lebensmittel

Bio-Lebensmittel enthalten weniger Pestizide und sind oft gesünder, da die Pflanzen mehr Schutzstoffe produzieren müssen, um sich gegen widrige Umweltbedingungen zu verteidigen. Beim Kauf von Lebensmitteln ist es ratsam, auf Bio-Qualität zu achten, insbesondere bei Obst und Gemüse.

Die Gesundheitsvorteile des Fastens: Ein Blick auf verschiedene Methoden

Fasten, das klingt zunächst nach Entbehrung und Verzicht. Doch in den letzten Jahren hat sich das Fasten zu einem viel diskutierten Thema in der Welt der Gesundheit und Ernährung entwickelt. Immer mehr Menschen entdecken die vielfältigen Vorteile des Fastens für ihre körperliche und geistige Gesundheit.

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Warum Fasten ein „Wunderheilmittel“ sein kann

Fasten hat sich als eine Art „Wunderheilmittel“ erwiesen, das viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Die evolutionäre Anpassung unseres Körpers spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Über Millionen von Jahren hinweg war Nahrungsmangel in der Menschheitsgeschichte eine häufige Herausforderung. Daher ist unser Körper darauf ausgerichtet, Phasen des Überflusses und des Mangels zu bewältigen. In Zeiten schlechter Ernten oder im Winter war Nahrung knapp, und unser Körper hat sich so entwickelt, dass er diese Zeiten des Nahrungsmangels überstehen kann. Das moderne Konzept des ständigen Essens entspricht nicht unseren biologischen Anlagen und kann zu gesundheitlichen Problemen führen.
Die verschiedenen Methoden des Fastens

Es gibt verschiedene Ansätze für das Fasten, von denen die bekanntesten das Intervallfasten, das Heilfasten und das Scheinfasten sind. Hier ist ein kurzer Überblick über diese Methoden:

1. Intervallfasten: Diese Methode beinhaltet regelmäßige Essenspausen innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens. Die einfachste Form des Intervallfastens besteht darin, das Snacken zu vermeiden und abends keine energiereichen Getränke zu sich zu nehmen. Beliebt ist beispielsweise das 14-zu-10-Intervallfasten, bei dem alle Mahlzeiten innerhalb von 10 Stunden eingenommen werden.

2. Heilfasten: Beim Heilfasten handelt es sich um längere Fastenperioden, in denen keine feste Nahrung aufgenommen wird. Diese Fastenzeiten dauern in der Regel mindestens fünf Tage. Das Heilfasten kann tiefgreifende reinigende Wirkungen auf den Körper haben.

3. Scheinfasten (Fasting Mimicking Diet): Diese relativ neue Methode wurde entwickelt, um die Vorteile des Fastens zu erzielen, während man immer noch eine begrenzte Menge an Kalorien zu sich nimmt. Hierbei liegt der Fokus auf der Einschränkung von tierischen Proteinen und leicht resorbierbaren Zucker.

Die Wissenschaft hinter dem Fasten

Fasten hat nachweislich positive Auswirkungen auf verschiedene Aspekte der Gesundheit. Dies umfasst die Regulierung von Blutzucker und Blutdruck, die Verlangsamung der Zellalterung sowie die Verbesserung des Darmmikrobioms, der Haut und der Organfunktionen. Diese positiven Effekte sind weitreichend und machen das Fasten zu einer vielversprechenden Praxis zur Förderung der Gesundheit.

Die Bedeutung der richtigen Herangehensweise ans Fasten

Obwohl das Fasten viele Vorteile bietet, ist es wichtig zu beachten, dass es nicht für jeden geeignet ist. Menschen mit Essstörungen, Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche sollten nicht fasten. Es ist auch entscheidend, dass Fasten nicht zu einer Ersatzreligion wird, sondern dass der Genuss am Essen erhalten bleibt.

Tipps für ein erfolgreiches Fasten

• Das mentale Verhältnis zum Essen spielt eine große Rolle. Das Fasten sollte nicht als Verzicht empfunden werden, sondern als Möglichkeit, die Gesundheit zu fördern und sich besser zu fühlen.
• Bitterstoffe, die vor allem in “bitteren” Gewürzen zu finden sind (Kurkuma, Senfkörner, Thymian, Estragon oder Zimt) können bei der Kontrolle von Heißhungerattacken hilfreich sein.
• Ballaststoffreiche Nahrungsmittel, wie Vollkornprodukte, können den Appetit besser kontrollieren und das Sättigungsgefühl verlängern.
• Nüsse und Beeren sind gesunde Snackoptionen, die beim Fasten helfen können.
• Eine schrittweise Annäherung an das Fasten kann hilfreich sein, und das Augen-zu-und-durch-Prinzip kann Verhaltensänderungen erleichtern.

Fazit: Gesunde Ernährung und Fasten fördert unser Wohlbefinden

Die richtige Ernährung und gelegentliches Fasten hat viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit und bietet verschiedene Ansätze zur Verbesserung des Wohlbefindens. Es ist wichtig, das Fasten individuell anzupassen und sich an die eigenen Bedürfnisse und Einschränkungen zu halten. Bevor Sie mit dem Fasten beginnen, ist es ratsam, dies mit einem Arzt oder Fachmann zu besprechen, um sicherzustellen, dass es für Sie geeignet ist. Mit der richtigen Herangehensweise und einer gesunden Einstellung zum Essen kann das Fasten eine effektive Methode zur Förderung der Gesundheit sein.

Entdecken Sie dazu auch unser neues Buch „Der Darm als Quelle der Gesundheit – Die Lanserhof Fastenkur. Es vereint wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Anleitungen und bietet Ihnen die Möglichkeit, die transformative Kraft des Fastens in Ihren Alltag zu integrieren.