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Die Wechseljahre – Alles, was du zur Menopause wissen musst

Die Wechseljahre sind eine Phase im Leben einer Frau, die mit vielen Veränderungen einhergeht. Doch trotz der Bedeutung dieses Lebensabschnitts gibt es oft wenig Aufklärung über die Wechseljahre, die Menopause und die Hormontherapie. In einem Interview mit Dr. Claudia Milz, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren und Ernährungsmedizin, erhalten wir Einblicke in die Wechseljahre und die damit verbundenen Herausforderungen. Dr. Milz ist seit vielen Jahren auf dem Gebiet der Hormondiagnostik tätig und Teil des Lanserhof Teams am Tegernsee.

Die Phasen der Wechseljahre

Die Wechseljahre können bereits relativ früh beginnen. Die sogenannte Peri-Menopause, die den Start der Wechseljahre markiert, tritt normalerweise ab einem Alter von 40 Jahren auf. In dieser Phase wird weniger Progesteron produziert, was zu Symptomen wie Schwellungen und Stimmungsschwankungen führen kann. Mit der letzten Menstruationsblutung tritt dann die eigentliche Menopause ein. Danach folgt die Post-Menopause (zwölf Monate nach der letzten Regelblutung), in der nicht nur das Gelbkörperhormon (Progesteron), sondern auch Östrogen fehlt und verstärkte Wechseljahresbeschwerden auftreten können.

Was ist die Menopause?

Die Menopause bezeichnet die letzte Menstruation im Leben einer Frau und dadurch endet die Fruchtbarkeit. Die Phase davor und danach wird als Perimenopause bezeichnet. Erst 12 Monate nach der letzten Blutung kann man davon ausgehen, dass es sich wirklich um die letzte Blutung gehandelt hat, sodass der Zeitpunkt der Menopause erst rückwirkend festgelegt werden kann. Ein Jahr nach der letzten Blutung beginnt die Postmenopause. In dieser Zeit des Wechsels kann es durch die verminderte Produktion der Sexualhormone zu zahlreichen Beschwerden kommen.

Was ist Progesteron?

Das Progesteron ist ein Hormon, welches die Gebärmutter auf die Schwangerschaft vorbereitet. Es gehört neben dem Östrogen zur Gruppe der weiblichen Sexualhormone. Die Hauptfunktion von Progesteron ist, dass eine Schwangerschaft zustande kommt und man schwanger bleibt. Zusätzlich hat Progesteron positive Effekte auf das Nervensystem. Progesteron wirkt angstlösend, schlaffördernd, entspannend und beruhigend. Wenn der Progesteronspiegel im Laufe der Wechseljahre sinkt, ist das für viele Frauen mit Ängsten, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen verbunden.

Was ist Östrogen?

Das Östrogen ist ein weibliches Sexualhormon. Östrogene steuern den weiblichen Menstruationszyklus und die Reifung der Eizellen. Außerdem sind sie zur Aufrechterhaltung einer Schwangerschaft wichtig. Wenn der Östrogenspiegel im Laufe einer Schwangerschaft sinkt, kann es zu verschiedenen Symptomen kommen. Typische Symptome sind zum Beispiel Hitzewallungen, trockene Schleimhäute (Vaginalbereich, Augen), Energiemangel und Stimmungsschwankungen.

Herausforderungen und Ängste während der Wechseljahre

Die Wechseljahre können eine Vielzahl von Herausforderungen mit sich bringen. Frauen können unter Symptomen wie Energiemangel, Müdigkeit, verminderter Leistungsfähigkeit, Gewichtszunahme, Hitzewallungen und Schlafstörungen leiden. Diese Veränderungen können Auswirkungen auf das alltägliche Leben, die Familienbetreuung und die berufliche Leistungsfähigkeit haben. Zudem können Ängste und Unsicherheiten entstehen, da viele Frauen nicht genau wissen, was sie während der Wechseljahre erwartet.

Was haben die Wechseljahre eigentlich mit Osteoporose zu tun?

Durch den sinkenden Östrogenspiegel, kommt es zu einem Verlust der Knochendichte. Deshalb ist es gerade in den Wechseljahren so wichtig, auf einen ausreichenden Vitamin D Spiegel zu achten und in Bewegung zu bleiben.

Bewegung Menopause

Warum kommt es bei vielen Frauen zu einer Gewichtszunahme in den Wechseljahren?

In den Wechseljahren nehmen Frauen zu, da die Muskelmasse kontinuierlich abnimmt. Muskeln verbrauchen mehr Kalorien als Fett. Bei der Abnahme der Muskelmasse verringert sich deshalb der benötigte Kalorienbedarf.
Zum anderen verändert sich in den Wechseljahren die Fettverteilung. Besonders nehmen Frauen am Bauch und an den Hüften zu. Es wird nur noch wenig Östrogen von den Eierstöcken produziert, deshalb übernehmen nun auch Bauchfettzellen die Produktion von Östrogen. Deshalb speichert der Körper besonders gerne Fett im Bauchbereich.
Auch Schlafstörungen können eine Gewichtszunahme begünstigen. Wenn wir unausgeschlafen sind, wird vermehrt das Hormon Ghrelin ausgeschüttet, welches besonders appetitanregend wirkt.

Positive Aspekte der Wechseljahre

Trotz der Herausforderungen gibt es auch positive Aspekte, die mit den Wechseljahren verbunden sind. Oftmals haben Frauen zu dieser Zeit bereits viel erreicht, ihre Kinder sind erwachsen und beruflich sind sie etabliert. Dies eröffnet die Möglichkeit, sich mehr auf sich selbst zu konzentrieren und einen gesunden Egoismus zu entwickeln. Die Wechseljahre können eine Zeit der persönlichen Weiterentwicklung und des Neubeginns sein.

Hormonersatztherapie und Diagnose von Hormonstörungen

Die Hormonersatztherapie ist eine mögliche Behandlungsoption für Frauen mit Wechseljahresbeschwerden. Es ist jedoch wichtig, die individuellen Bedürfnisse und Symptome jeder Frau zu berücksichtigen. Dr. Milz betont die Bedeutung einer ganzheitlichen Betrachtung, bei der Symptome, körperliche Veränderungen und Labortests zur Bestimmung der Hormonwerte herangezogen werden. Eine individuelle Anpassung der Hormonersatztherapie ist entscheidend, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen und unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden.

Hormone Menopause

Natürliche und chemische Hormone

Es gibt verschiedene Arten von Hormonen, die zur Hormonersatztherapie verwendet werden. Natürliche Hormone, die aus Pflanzen gewonnen werden, können eine Alternative zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden darstellen. Chemische Hormone, wie beispielsweise in der Antibabypille, sollten hingegen nicht zur präventiven Hormonersatztherapie eingesetzt werden, da sie potenzielle Risiken und Nebenwirkungen haben können.

Was sind bioidentische Hormone?

Bioidentische Hormone werden aus pflanzlichen Substanzen gewonnen und im Labor in eine bestimmte Molekülstruktur umgewandelt. Die Struktur der bioidentischen Hormone entspricht der Struktur unserer körpereigenen Hormone.

Individuelle Behandlung und Lebensstiländerungen

Eine individuelle Behandlung der Wechseljahresbeschwerden ist entscheidend. Neben der Hormonersatztherapie können auch Lebensstiländerungen wie eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und Stressbewältigung helfen, mit den Wechseljahren besser umzugehen. Eine gute Funktionsweise der Leber ist ebenfalls wichtig, da sie eine zentrale Rolle im Hormonstoffwechsel spielt.

Fazit: Die Wechseljahre bieten eine Möglichkeit für persönliches Wachstum

Die Wechseljahre sind eine natürliche Phase im Leben einer Frau, die mit verschiedenen Veränderungen und Herausforderungen einhergeht. Eine individuelle Betrachtung der Symptome und eine ganzheitliche Behandlung können dazu beitragen, die Wechseljahre besser zu bewältigen. Es ist wichtig, sich über die verschiedenen Phasen der Wechseljahre zu informieren und zu verstehen, dass jede Frau individuell ist und unterschiedliche Symptome und Bedürfnisse haben kann.

Die Wechseljahre sollten nicht als etwas Negatives angesehen werden, sondern als eine Zeit des Übergangs und des persönlichen Wachstums. Viele Frauen empfinden diese Phase als Chance, sich selbst zu entdecken und ihre Prioritäten neu zu setzen. Es ist eine Gelegenheit, sich auf die eigene Gesundheit und das eigene Wohlbefinden zu konzentrieren.

Die Hormonersatztherapie kann eine Option sein, um Wechseljahresbeschwerden zu lindern, aber sie ist nicht für jede Frau geeignet. Es ist wichtig, mit einem Facharzt zusammenzuarbeiten, um die richtige Behandlungsmethode zu finden. Neben der medizinischen Behandlung können auch natürliche Ansätze wie pflanzliche Präparate, Akupunktur oder Entspannungstechniken unterstützend wirken.

Lebensstiländerungen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der Wechseljahre. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivität und Stressmanagement können dazu beitragen, das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Es ist auch wichtig, auf ausreichend Schlaf und Ruhepausen zu achten.

Letztendlich ist es wichtig, sich selbst mitfühlend zu behandeln und sich die Zeit zu nehmen, um auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. Die Wechseljahre können eine herausfordernde Zeit sein, aber sie bieten auch die Möglichkeit für persönliches Wachstum und eine positive Veränderung. Indem man sich umfassend informiert, Unterstützung sucht und aktiv an seinem Wohlbefinden arbeitet, kann man die