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15. September 2019

Welche Rolle spielt die Ernährung bei Migräne?

Noch immer sind die genauen Ursachen der Migräne nicht vollständig erforscht. Jedoch gehen viele Wissenschaftler davon aus, dass das Gehirn der Betroffenen aufgrund Ihrer Veranlagung empfindlicher reagiert als das Gehirn von gesunden Menschen. Plötzliche Veränderungen im Körper, wie z.B. Hormonschwankungen oder Änderungen äußerer Einflüsse können einen Kopfschmerz-Attacke auslösen. Diese inneren und äußeren Faktoren werden als Triggerfaktoren genannt, sie sind nicht die eigentliche Ursache, sondern der Auslöser von Schmerzattacken.

Dabei sind die Migräne Auslöser bei jedem Betroffenen sehr individuell. Den einen belastet der Wechsel zwischen Ruhe und Stress, den anderen ein veränderter Schlaf-Wach-Rhythmus. Gerade bestimmten Nahrungs- und Genussmitteln wird nachgesagt, Attacken zu provozieren.

Welche Nahrungsmittel gelten als mögliche Migräne Auslöser?

Histamin ist ein natürlicher Stoff, der u.a. als Signalüberträger oder auch Neurotransmitter im Gehirn und an Entzündungsreaktionen beteiligt ist. Bei einigen Personen ist der Abbau von Histamin gestört und sie haben eine Histaminintoleranz. Nehmen sie also vermehrt an Histamin zu sich, kann das ein Auslöser für Migräne sein.

Weiterhin gilt Tyramin – ein Neurotransmitter  – als Trigger. Studien dazu fallen aktuell noch unterschiedlich aus: Einige zeigen eine fördernde Wirkung auf Migräne, anderen decken überhaupt keinen Zusammenhang auf.

Bezogen auf Histamin und Tyramin macht es Sinn auf folgende Lebensmittel zu verzichten:

  • Gereifte Käsesorten
  • Gepökelte Wurstwaren
  • Sauer eingelegtes Gemüse
  • Räucherfisch
  • Wein und Bier

Außerdem gibt es noch weitere besondere Inhaltsstoffe, die eine Migräne auslösen können:

  • Glutamat: Geschmacksverstärker in vielen Fertiggerichten, Chips und Würzmitteln
  • Aspartam: Künstlicher Süßstoff in Light-Produkten und Süßwaren
  • Nitrit: Konservierungsstoff in Fleisch und Wurst

Worauf sollten Betroffene achten?

Zunächst macht es Sinn, die Ursache oder die sogenannten Triggerfaktoren zu erkennen. Helfen kann dabei das Führen eines Kopfschmerztagebuches. Hier sollte dokumentiert werden, wie häufig und wie stark die Attacken in einem bestimmten Zeitraum auftauchen. Ebenfalls vermerken sollten Sie die Ernährungsweise oder auch andere Faktoren des Alltages, die sich als Auslöser verdächtigen lassen. So lassen sich die ganz persönlichen Nahrungsmittel feststellen, auf die verzichtet werden sollte. Jeder Betroffene entwickelt also seine spezielle „Migräne-Diät“. Bedenken sollte man hier, dass zwischen der Aufnahme des Nahrungsmittels und einer Attacke oft mehrere Stunden oder auch ein Tag liegen kann. Selbst wenn man dann bestimmte Nahrungsmittel als Triggerfaktor erkannt hat, kommt es auch immer wieder vor, dass diese vertragen werden können, wenn keine weiteren Störfaktoren hinzukommen. Eine Vielzahl an eben diesen, kann ebenfalls einen Anfall provozieren. So kann es sein, dass Sie an einem Tag das Glas Sekt gut vertragen und an anderen danach mit Migräne zu kämpfen haben. Eine Umstellung der Ernährung ist nur dann sinnvoll, wenn bestimmte Nahrungsmittel eindeutig als Auslöser identifiziert wurden. Besonders empfohlen werden Magnesium, L-Carnitin, L-Tryptophan und B-Vitamine wie Niacin und Riboflavin. Enthalten sind diese Mikronährstoffe z. B. im Präparat Never Mind vom Lanserhof Lab.

Die 10 Goldenen Regeln für Migräne Patienten:

Die Migräne Liga Deutschland hat wichtige Tipps für Betroffene definiert:

 

  1. Vermeiden Sie möglichst eine regelmäßige Einnahme von Schmerztabletten an mehr als 10 Tagen, um damit einem Dauerkopfschmerz durch Medikamenten Übergebrauch vorzubeugen
  2. Führen Sie ein Kopfschmerztagebuch um Auslöser zu dokumentieren.
  3. Überprüfen Sie Ihre Ernährung und vermeiden Sie jedes Zuviel an Fett, Süßigkeiten, Zitrusfrüchten, Kaffee, Alkohol und Nikotin. Essen Sie regelmäßig und gesund. Verzichten Sie auf die Lebensmittel bei denen eine Unverträglichkeit festgestellt wurde.
  4. Legen Sie Pausen ein und achten Sie auf Entspannung in Form von Yoga, leichte Ausdauersportarten, autogenem Training usw.
  5. Versuchen Sie übermäßigem Lärm zu vermeiden und achten Sie darauf, sich keinen starken Licht- oder Sonneneinwirkungen auszusetzen
  6. Achten Sie auf mehr Gelassenheit und überprüfen Sie Ihre (hohen) Erwartungen an sich und an Ihre Mitmenschen.
  7. Lernen Sie Nein zu sagen und überfordern Sie sich nicht. Versuchen Sie psychische Belastungen wie Sorgen, Verantwortung und Stress wenn möglich immer abzubauen.
  8. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt um durch eine medikamentöse Prophylaxe länger anhaltende Migräne Attacken vorzubeugen
  9. Achten Sie auf sich und auf die Signale Ihres Körpers.
  10. Sie sind mit Ihrer Krankheit nicht allein. Ein Eintreten in eine Selbsthilfegruppe für Migräne-Patienten kann für Betroffene hilfreich sein.

Eine Heilfasten-Kur kann Betroffenen helfen

Eine Heilfastenkur, wie sie am Lanserhof angeboten wird, kann für unter Migräne-Leidende sehr hilfreich sein. Denn der freiwillige Nahrungsverzicht kann sich positiv auf das Schmerzgeschehen auswirken. Durch die Reduzierung der Ernährung während der Fastenkur, zieht der Organismus zunächst die gespeicherten Kohlenhydrate, die in Form von Glykogen in der Leber und den Muskeln lagern, als Energiequelle heran. Nach einem vorübergehend erhöhten Proteinverbrauch steigt die Nutzung von Fett auf über 95 Prozent, wodurch überschüssiges Bauchfett abgebaut wird. Gleichzeitig verringern sich die dort im Übermaß gebildeten entzündungsfördernden Botenstoffe. Jede Nahrungsaufnahme löst eine Entzündungskaskade aus, was normalerweise unproblematisch ist. Das Fasten reduziert diesen Vorgang, was sich positiv für Migräne Betroffene auswirkt, denn der Verzicht von Nahrung wirkt generell entzündungshemmend, ganz besonders der Verzicht auf Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs. Positiv wirkt sich weiterhin die Veränderung auf molekularer Ebene aus, denn durch eine strukturelle Veränderung der Serotoninrücktransporter erhöht sich die Verfügbarkeit von Serotonin; einem stimmungsaufhellenden und appetitvermindernden Neurotransmitter. Dadurch reduziert sich die Schmerzempfindlichkeit und der Körper schüttet vermehrt körpereigene Opioide aus, also schmerzstillende Substanzen.

Eine einwöchige Fastenkur am Lanserhof kann eine nachhaltige Änderung des Lebensstils bezüglich Ernährung, Bewegung und Stressreduktion bewirken und damit für Migräne Patienten eine gute Möglichkeit sein um den Grundstein für ein Leben mit weniger Schmerz zu legen.