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8. Juli 2021

Stille Entzündungen

Blogpost Stille Entzündungen

Entzündungen im Körper treten oft nahezu unbemerkt auf. Wir fühlen uns zwar nicht richtig krank, aber auch nicht richtig fit. Heimliche Entzündungen können der Grund dafür sein, denn sie belasten unseren Körper und können darüber hinaus sehr schwerwiegende Folgen haben. Erfahren Sie im Folgenden, wie diese entstehen können und was Sie dagegen tun können.

Langezeit unbemerkt

Oftmals verlaufen stille Entzündungen lange ohne Symptome. Genau das ist so gefährlich dabei, denn keine Rötung im Gewebe der Haut, keine Schwellung oder Wunde lassen uns, nicht wie bei einer Infektion durch Fieber oder Schmerzen, aufhorchen. Diese Art Entzündung breitet sich lange unbemerkt in unserem Körper aus und macht sich oft erst nach einiger Zeit mit leider wenig spezifischen Symptomen wie Schlappheit, Antriebslosigkeit, Müdigkeit oder durch ein allgemeines Krankheitsgefühl bemerkbar. Das ist sehr gefährlich, da die versteckten Entzündungen bei vielen Erkrankungen eine Rolle spielen und chronische Entzündungen Krankheiten fördern können – von Arterienverengungen, Arthrose, Rheuma, Diabetes bis hin zu Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

Häufigste Ursache: Ernährung

Unser moderner Lebensstil, Dauerstress, wenig Bewegung, Autoimmunkrankheiten, Übergewicht und vor allem unsere Ernährung können chronische Entzündungen beeinflussen. Fertigkost, zuckerreiche Lebensmittel, Fleisch und Weißmehl können dazu beitragen, dass dauerhaft erhöhte Entzündungswerte entstehen. Unter dieser Dauerbelastung leidet unser Immunsystem sehr und lässt uns schlapp und ausgelaugt zurück. Außerdem weiß man heute, dass körpereigene Fettdepots, die aufgrund einer ungesunden Ernährung entstehen können, zusätzlich eine Rolle bei den ausufernden Abwehrreaktionen spielen. Denn gerade das Fettgewebe am Bauch produziert viele Entzündungsstoffe. Aber auch schlanke Menschen können von stillen Entzündungen betroffen sein. Der Verzehr von Zusatz- und Konservierungsstoffen können unseren Darm und damit das Abwehrsystem zusätzlich reizen; ebenfalls befeuern Umweltgifte, Feinstaub und Nikotin Entzündungen im Körper.

 

Was passiert im Körper bei einer stillen Entzündung?

Um die Entzündung im Körper zu bekämpfen, setzt unser Immunsystem aggressive Radikale frei, die nicht nur Krankheitserreger wie Bakterien und Viren bekämpfen, sondern auch unser Gewebe angreifen kann. Dauern die Entzündungen längere Zeit an oder werden sogar chronisch, können sich dadurch u.a. die inneren Wände und Blutgefäße verändern – ein möglicher erster Vorbote für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Je länger also der Körper gegen Entzündungen kämpfen muss, desto wahrscheinlich ist es, dass unsere Zellen angegriffen werden. Forschungen weisen auf mögliche Folgeerkrankungen wie Depressionen, Adipositas oder Typ 2 Diabetes hin.

 

Was hilft?

Bestimmte Lebensmittel wie Zucker, Weizenprodukte und übermäßiger Fleischkonsum feuern aufflackernde Entzündungen noch so richtig an. Besonders Schweinefleisch enthält besonders viele entzündungsfördernde Substanzen.

Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung haben herausgefunden, dass eine pflanzenbasierte und überwiegend vegetarische Ernährung, die Entzündungsstoffe im Blut deutlich regulieren kann. Je bunter und vielfältiger der Speiseplan, desto besser. Empfohlen werden täglich drei Hände voll Gemüse (Brokkoli, Paprika und Kohlsorten), ein bis zwei Handvoll zuckerarmes Obst (Heidelbeeren, Himbeeren und Brombeeren), Gewürze wie Kurkuma, Ingwer und Chili sowie Omega-3-Fettsäuren in pflanzlichen Ölen haben einen antientzündlichen Nebeneffekt.

Nicht zuletzt leisten natürlich auch ausreichend Bewegung, Entspannung und ausreichend Schlaf einen wichtigen Beitrag zu Vermeidung von Entzündungsprozessen im Körper.